Dienstag, 17. November 2009

Leben als „Selbstversorger“




Leben als „Selbstversorger“

Unsere Unterkunft:
Unsere Unterkunft ist relativ einfach gehalten. Wenn man zur Tür hineinkommt, hat man einen kleinen Flur, wo rechts direkt die Toilette, links die Küche und gerade aus das Schlafzimmer von Remi ist. Hinter der Küche befindet sich das Schlafzimmer von Manuel und Frederik, das mit einem Einzelbett und einem Stockbett ausgestattet ist und dazu noch zwei Kleiderschränke, zwei Schreibtische und zwei Regale enthält. Rechts, wenn man in der Küche steht, befindet sich das Badezimmer mit Waschmaschine und Dusche. Die Küche selber besitzt eine kleine Kochecke mit zwei Herdplatten und dazu kommen noch zwei Kühlschränke. Direkt in der Mitte steht ein Tisch, an dem vier Personen Platz finden. Rechts neben dem Badezimmer in der Küche befindet sich der PC, der zu der Wohnung gehört auf einem kleinen Schreibtisch, der an der Wand befestigt ist. Die Wohnung selber befindet sich im 17. Bezirk in Wien, also etwas von der eigentlichen Innenstadt entfernt, aber trotzdem ist auch hier noch alles hoch gebaut und kein Haus hat weniger als 4 Stockwerke.

Tagesablauf:
Unser Tag fängt um 5:30 Uhr an. Direkt danach stehen wir auf und waschen uns. Je nachdem wer gerade Zeit hat, kocht derjenige auch Kaffe. Danach trinken wir drei zusammen unseren Kaffe und dann ist Remi auch schon der Erste, der um 6 Uhr zur Arbeit muss. Manuel folgt ihm eine halbe Stunde später und Frederik macht sich um 7Uhr auf den Weg. Frederik ist allerdings auch meistens der Erste, der wieder zuhause ist, da er um 16 Uhr Feierabend hat. Remi und Manuel müssen beide bis 17 Uhr arbeiten. Aber da wir alle einen unterschiedlich langen Weg haben, kommen auch die beiden zu verschiedenen Zeiten zuhause an. Das heißt, jeder kann direkt duschen gehen wenn er zuhause ist. Wenn Remi und Frederik dann geduscht sind, gehen sie meistens direkt einkaufen in der Zeit, wo Manuel sich pflegt. Wir kochen unser Essen meistens so gegen 19 Uhr, also wird um 19:30 Uhr gegessen. Dabei sitzen alle drei am Tisch und erzählen sich, was sie bei der Arbeit so gemacht haben. Wenn wir fertig sind mit dem Essen, spülen Remi und Frederik noch eben das Geschirr weg und danach steht der Abend zur freien Verfügung für alle drei. Ins Bett gehen wir alle zu unterschiedlichen Zeiten, je nachdem wie müde wir sind oder was wir an dem Tag gemacht haben.


Was ist ganz anders als zuhause?
Was ganz anders ist, ist, dass man sich sein Geld genau einteilen muss, wenn man nicht darauf achtet, ist es sehr schnell weg. Wie teuer so ein Leben alleine ist, wird einem erst klar, wenn man sich alles selber kaufen muss. Dazu kommt noch, dass man sich hier um alles alleine kümmern muss, was man braucht vor allem Lebensmittel. Deswegen haben wir das ja auch so geregelt, dass Remi und Frederik abends direkt nach dem Duschen einkaufen gehen, wenn wir etwas benötigen und wir die Kosten untereinander aufteilen und immer im Wechsel bezahlen. Außerdem hat man hier keine bekannten Gesichter um sich herum. Man kennt von Anfang an nur die Menschen, mit denen man angereist ist, also muss man sich hier eigentlich alles neu aufbauen, was den Bekanntenkreis betrifft. Auch was den ganzen Haushalt betrifft, muss man alles alleine bewältigen. Ob es jetzt kochen, waschen oder putzen ist, hier ist keine Mama, die helfen kann, sondern man muss sich um sich selber kümmern. Das Ganze muss man dann auch noch nach der Arbeit oder am Wochenende schaffen oder wir haben keine Wäsche, kein Essen oder keine saubere Wohnung mehr. Jedoch kann man sich seine eigenen Regeln machen für seine Wohnung und muss nicht nach den Regeln der Eltern leben. Das ist in mancher Hinsicht vorteilhaft, bringt aber auch Nachteile mit sich, wenn man merkt, dass das dann doch nicht so gut klappt, wie man sich das erhofft hat. Wir sind jetzt ja noch zu dritt, aber wären wir alleine, müsste man alles alleine schaffen. So haben wir die Arbeit noch untereinander aufgeteilt.

Leben mit verschiedenen Nationalitäten:
Eigentlich ist es hier auch nicht anders als in Deutschland. Die Menschen sind nett und vom Aussehen her erinnert auch nicht wirklich etwas ans Ausland. Das größte Hindernis war wohl der Dialekt der Österreicher, da diese auch komplett andere Wörter verwenden als Deutsche. So heißt eine Sackkarre hier nicht Sackkarre sondern „Rodl“. Oder auch die Uhr wird hier anders gelesen. So heißt „viertel nach drei“ hier „viertel vier“. Die Ausländer haben sich hier genau so eingebürgert wie die Österreicher selber, also alles in allem nicht viel anders als zuhause, außer dass man mit der Sprache aufpassen muss. Zum Beispiel das Wort „tschüss“ ist hier unhöflich. So etwas sagt man hier nicht und in Deutschland wird es ständig erwähnt.


1 Kommentar:

  1. Halt halt halt halt, sprichst du immer von dir selber in der dritten Person oder wer von den dreien bist du??

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