Nun brechen die letzten Tage an, und manche freuen sich riesig auf das eigene Zuhause, andere wiederum würden liebend gerne länger bleiben. Dennoch haben alle Auslandspraktikanten zurückblickend einiges erlebt, und ich als "Krakauerin" natürlich auch.
In den Anfangstagen fand die Stadtführung statt, bei der wir den ersten Eindruck von Krakau gewonnen haben.
Wir entdeckten eine tolle Innenstadt mit vielen wunderbaren Sehenswürdigkeiten wie z.B. den großen Marktplatz mit dem dazugehörigen Rathausturm und der Marienkirche.
In dem Marktplatz münden viele Gassen ein, in denen schöne Shoppingläden zu finden sind. Es ist wunderbar, bei kaltem Wetter und Sonnenschein durch die Gassen zu schlendern. :-)
Zum Teil herrscht eine Tourismusatmosphäre. Das erkennt man an den Pferdekutschen, die die Polen extra für die Touristen bereitstellen.
Am 2. Wochenende wurde die gebuchte Tour nach Ausschwitz durchgeführt .
Es war alles genau geplant!!! Wir wurden abgeholt und bekamen eine Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz Birkenau.
Für mich war gerade diese Tour beeindruckend. Es wurde einem vor Augen geführt, was das eigene Land angerichtet hat, und dass die Auswirkungen nicht einfach ausradiert werden können. Doch man hat auch festgestellt, dass man den Schrecken der Vernichtung der Juden nicht fassen kann, und es nicht richtig begreift, weshalb so etwas passieren konnte.
Die geschichtliche Ereignisse wurden einem hierdurch nähergebracht.
Eine weitere Sehenswürdigkeit, die wir auf eigenen Wunsch durchgeführt haben, war das Salzbergwerk ( Wieliczka ) - eine Tour durch die tiefen unterirdischen Gängen der Stollen, durch die man sich nur mit einem Tourguide bewegen darf. Sonst würde man sich sofort in dem 300 km langen unterirdischen Gebiet verlaufen.
Zu den Erfahrungen mit den Einwohnern selbst ist mir sofort aufgefallen, dass sie sehr hilfsbereit sind. Das sieht man z.B. daran, dass junge Leute für die älteren Herrschaften in der Tram aufstehen, oder dass sie Blinden helfen den Weg zu finden.
Dennoch wird man manchmal von der älteren Generation " schief" angeschaut, wenn sie die deutsche Sprache hören. Mit Blick auf die Vergangenheit ist dies auch durchaus verständlich.
Doch besonders die junge Generation ist aufgeschlossen und kontaktfreudig, wie wir selbst herausgefunden haben.
In Krakau schätze ich besonders die Unabhängigkeit durch das Straßenbahnnetz.
Am meisten fällt aber auf, wie wunderschön besonders die Innenstadt wieder aufgebaut wurde, und wie schön die Häuserfasaden - ob restauriert oder nicht - im Sonnenlicht leuchten und wunderschöne Muster aufweisen.
Des Weiteren gibt es viele Shoppingcenter wie das neueröffnete Center Bonarka, das größte Europas.
Abschließend ist zu festzustellen, dass es für Touristen genügend zu sehen gibt, insbesondere Museen.
An der Stadt selbst habe ich nichts auszusetzen, doch um mehr an dem Leben der Polen teilhaben zu können, muss man die Sprache erlernen.
Ich persönlich würde gerne im Sommer die Stadt nochmals anschauen, weil die Stadt dann belebter und noch attraktiver sein soll.
Allen liebste Grüße aus Krakau wünscht Anna!!!
Bis bald
Donnerstag, 26. November 2009
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