Montag, 16. November 2009

Arbeiten in einer ungarischen Tischlerei



Arbeiten hier in einer ungarischen Tischlerei ist wie erwartet anders als in einer deutschen Tischlerei.
Bei uns in der ungarischen Tischlerei restaurieren sie Möbel, bauen sie Möbel, Türen, Fenster, Treppen und sogar Häuser.
In Deutschland gibt es für diese Tätigkeiten verschiedene Ausbildungsberufe und wird auch von verschiedenen Betrieben angeboten.
Morgens hole ich immer Alex bei der Pension der Jungs ab, die etwa 10min zu Fuß entfernt ist, danach müssen wir noch sage und schreibe 100m zur Tischlerei laufen, also ein recht kurzer Arbeitsweg.
Unser Arbeitstag fängt erst um acht an, allerdings fangen die sechs Mitarbeiter der Handwerksbetriebes schon eher an und haben gegen acht ihre Frühstückspause.Wenn wir dann schon da sind wird uns meist mitgeteilt was wir am Tag machen.
Da währen wir schon bei der Kommunikation, erstaunlicherweise geht das recht gut ob wohl Sie nur ein paar Wörter Englisch sprechen, aber wozu hat man Hände und Füße!
Wenn es gar nicht geht wird eine Mutter deines Mitarbeiters angerufen die Schwäbisch spricht oder ein „Mitarbeiter“, der zurzeit Schule macht und fließend Englisch spricht.
Aber meist klappt es auch sonst ganz gut und so lernen wir wenigsten ein wenig mehr Ungarisch.
Unsere Kollegen sind super nett und da es manchmal doch mit der Sprache hapert gibt es wenigstens was zu lachen.
Zurzeit ist die Tischlerei dabei ein Haus in der Holzrahmenbauweise zu bauen, dafür haben wir schon die Teile der Seitenwände in der Tischlerei verschraubt und die erste Etage plus Decke auf dem Grundstück aufgebaut.
Zwischendurch haben wir noch einen alten Tisch auseinander geschraubt, geschliffen und neu lackiert.
Ebenso wurden mit unserer Hilfe auch schon Türen und Fenster gebaut.
Es ist schwer diese Tischlerei mit einer in Deutschland zu vergleichen, da wie schon gesagt sie viele verschiedene Leistungen anbieten und ich zurzeit meine Ausbildung in der Industrie mache und so keinen Vergleich habe.
Allerdings gibt es in der Ausstattung, Einhaltung der Pausenzeiten Unterschiede zu den Tischlereien in Deutschland die ich kenne.
Was die Genauigkeit, Arbeitsweisen und Sorgfalt hab ich noch keinen erwähnenswerten Unterschied entdeckt, allerdings haben wir bis jetzt erst sechs Tage gearbeitet.
Unser Arbeitstag endet meist um drei Uhr.

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