Um 10 Uhr beginnt mein Arbeitstag. Zuerst bringen wir Pferde und Ponys auf die Weide. Danach streuen wir frisches Stroh in die Boxen und fegen die Stallgassen. Bevor wir mehrere Ponys für Kinder aus der Schule fertig machen, bekomme ich Reitunterricht vom Chef. Wohlgemerkt auf Französisch, was für mich nicht immer ganz so einfach ist, da ich die vielen Fachbegriffe nicht kenne, aber Tag für Tag immer mehr dazulerne. Nach einer Mittagspause kommt um 2 Uhr eine Schulklasse. Sie wird in 3 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe bekommt Reitunterricht von einer Reitlehrerin, die andere macht mit einer Lehrerin der Schule Ponyspiele und die letzte Gruppe bekommt Theorieunterricht. Die Gruppen wechseln innerhalb von 2 Stunden so, dass jedes Kind alle Stationen durchlaufen muss. In der Halle helfe ich den Kindern beim Aufsteigen und im Stall gucke ich zu, wie den Kindern die Theorie des Reitens vermittelt wird. Sie lernen zum Beispiel, wie man ein Pferd putzt, sattelt, trenst und wie die
Von 18 bis 20 Uhr sitze ich mit zwei anderen Frauen im Sekretariat. Dort darf ich im Moment noch nicht so viel machen, sondern mehr zuschauen, wie mit dem Computer gearbeitet wird und was bei Kundenwünschen zu tun ist. Im Computer ist alles festgehalten, was in Bezug auf Reitschüler und Pferde wichtig ist. Zum Beispiel wirdvermerkt, wann welches Pferd/Pony/Shetlandpony von wem geritten wurde und welche Kinder in welcher Art von Unterricht reiten. Außerdem sind alle Daten der Pferde erfasst. Von Zeit zu Zeit klingelt das Telefon, und oft kommen Eltern herein, die ihre Kinder für eine Prüfung oder Reitunterricht in einer bestimmten Niveaustufe anmelden wollen.
Meine Arbeitskollegen sind alle sehr nett zu mir und erklären mir auch gerne mal etwas öfter, wenn ich es nicht sofort verstehe. Mein Chef sagt immer zu ihnen, dass sie ganz viel mit mir sprechen müssen, damit ich selber viel rede und meine französischen Sprachkenntnisse verbessern kann.
Charlotte Hengemann
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