Samstag, 21. November 2009

Erlebnisse, Besichtigungen, Eindruecke - von Christin

Heute sind wir schon genau 3 Wochen hier. Wir haben schon einiges erlebt und uns eine Meinung gebildet. Bordeaux als Stadt finde ich im Gesamtbild beeindruckend schön. Besonders die Plätze Place Gambetta , Place de la Bourse, Place de la Victoire und Place des Quinconces sind bemerkenswert und lebhaft. Es gibt viele Cafés und Bistros. Auch die netten Restaurants sind äußerst geschmackvoll. Abends kann man den Tag gut in einer der vielen Bars ausklingen lassen. Die Häuser mit ihren vielen Verzierungen finde ich besonders faszinierend.

Obwohl immer viel los ist, herrscht in der gesamten Innenstadt eine ruhige, entspannte Stimmung. Das Stadtzentrum von Bordeaux ist sehr groß. Es wäre viel zu weit, alles zu Fuß zu erreichen. Aus diesem Grund sind die 3 verschiedenen Trams (Straßenbahnen) überaus nützlich. Zusätzlich gibt es auch eine Menge Busse, die fast überall hinfahren, auch weit über das Zentrum hinaus. Eine Haltestelle ist sogar nur 4 Minuten zu Fuß von unserem Apartment entfernt. Das ist sehr praktisch, weil man so die Einkäufe nicht sehr weit tragen muss.

Mittlerweile haben wir schon zahlreiche Besichtigungen gemacht. Zuerst waren wir am Place de la Bourse. Der Platz liegt direkt an dem Fluss Garonne, der durch die Stadt führt. Auf dem Platz kann man einen großen Brunnen sehen.

Zusätzlich gibt es einen Platz, auf dem immer wieder Wasser nachläuft, sodass, wenn man darauf läuft, es aussieht, als würde man auf dem Wasser laufen. Dieses Feld heißt „Miroir d’eau“.






Später waren wir auf der rue Saint Catherine bummeln.
Das ist eine der längsten Einkaufsstraßen in Europa.





Ebenso haben wir schon zu Beginn den Place des Quinconces entdeckt. Zu der Zeit war sogar auf dem Platz eine riesige Kirmes. Dort haben wir öfter gegessen. Es gab Crêpes, Churros und Pommes. Auf der Fläche findet auch der große Weihnachtsmarkt statt, der Anfang Dezember beginnt. Am Rande den Platzes findet man eine große Säule in Verbindung mit einem außergewöhnlichem Brunnen.
Die Kathedrale Saint André ist äußerst eindrucksvoll. Mit der stolzen Länge von 144 Metern und einer Breite von 45 Metern ist sie eine der größten Bauten Frankreichs. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet.

Zu der Kathedrale gehört auch noch ein freistehender Turm,
der Turm „Pey-Berland“. Wir mussten 232 Stufen hochgehen, bis wir oben angekommen waren. Dies hat sich jedoch auf jeden Fall gelohnt, da der Ausblick einzigartig war. Man konnte fast die ganze Stadt sehen.


Wir waren auch schon im Jardin Public. Dieser wunderschöne Park ist riesig. Er ist 12 Hektar groß und liegt im nördlichen Teil der Innenstadt. Diese Grünanlage wird auch als „grünes Herz“ bezeichnet. Es gibt Kastanienbäume, einen schönen Teich und viele bunte Blumenbeete. Man kann sich wunderbar dort entspannen und picknicken. Außerdem befindet sich dort auch ein botanischer Garten mit exotischen Pflanzen. Für die Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz.



So, und jetzt möchte ich abschließend noch etwas über meine Erfahrungen mit Menschen hier in der Stadt berichten. Schon am Anfang der 1. Woche ist mir was echt Dummes passiert. Nichts- ahnend sind Charlotte und ich auf der rue Saint Catherine im Regen shoppen gewesen. Wir wollten gerade in ein Geschäft gehen, da haben mich 3 Mädchen (ca. 15 Jahre alt) angesprochen. Charlotte ist schon in den Laden gegangen, und ich habe den Mädchen erst einmal erklärt, dass ich nicht so gut Französisch spreche, da ich aus Deutschland komme. Eine von ihnen gab mir die Hand und sagte, dass sie Irène heißt. Ich stellte mich auch vor. Bis hierhin hört sich das ja alles noch ganz nett an, aber jetzt ging es los. Irène hat mir auf Englisch gesagt, dass sie 1 Euro will, und als ich „nein“ gesagt habe und gehen wollte, haben sie mich am Regenschirm festgehalten und wollten mich nicht gehen lassen. Charlotte kam dazu und hat gesagt, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Ich habe versucht mich loszureißen, aber dann hat diese Irène mich am Arm gepackt. Dann kam ein Junge dazu (wohl ein Freund der Mädchen) und hat gesagt, dass sie mich loslassen sollen. Sofort bin ich mit Charlotte weggelaufen. Mein Regenschirm war hinüber und ich habe mir im nächsten Laden einen neuen gekauft.
Zum Glück gab es noch viele andere Erfahrungen wie zum Beispiel die Offenheit und Freundlichkeit vieler Leute. Ich war gerade auf dem Weg nach Hause, da kam ein Mann zu mir und erzählte mir, dass er gerne mit Jugendlichen diskutiert, um so sie besser zu verstehen. Oder ein anderes Mal war ich abends in der Stadt unterwegs und hatte mich verlaufen. Als ich meinen Stadtplan herausgeholt habe und orientierungslos nach Straßennamen geguckt habe, kam sofort ein älterer Mann und hat mir den richtigen Weg gezeigt. Noch etwas Unangenehmes ist, dass es viele Bettler gibt. Manche (meist Kinder) kommen sogar in die Restaurants an die Tische.

Ganz viele liebe Grüße aus Bordeaux wünscht euch
Christin ♥






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