Irland ist eine unglaublich interessante und wunderschöne Insel. Sie trägt ihren Namen „grüne Insel“ nicht umsonst. Die Natur hier ist atemberaubend. Vor allem als wir die Nachbardörfer Howth und Glendalough besichtigt haben, konnte man ihre Schönheit bestaunen. Im Hafen der Halbinsel Howth liegen viele kleine Boote vor Anker und zwischen ihnen spielen die Seelöwen, die wir mit Fisch gefüttert haben. Wir sind den Klippenweg hochgelaufen und konnten von dort aus die kleine Insel „Irland’s Eye“ betrachten. Unter uns ging es sehr steil herunter, und wenn man einen Blick nach unten gewagt hat, war es sehr schön anzusehen wie die aufbäumenden Wellen gegen die Klippen schlugen. Die kleine Wandertour war schon ein Abenteuer, vor allem weil der Wind einem stark und laut um die Ohren schlug und es immer wieder, wie es in Irland so häufig ist, anfing zu regnen:-).
Die andere Tour mitten in die Natur war nach Glendalough. Schon die Fahrt dahin hat mit begeistert. Überall sind Felder um einen herum und Schafe, die dort grasen. Die Berge leuchten rot, orange, gelb und grün in der Sonne. In Glendalough angekommen, sahen wir eine alte Klostersiedlung mit einem noch sehr gut erhaltenen Rundturm und zahlreiche Keltenkreuze auf den Gräbern. Es scheint, als würde die Klosterruine den Mittelpunkt bilden und die Wicklow-Berge mit ihren vielen Wasserfällen haben sich drumherum gruppiert. Nur ein paar Gehminuten weiter liegen 2 wunderschöne Seen zwischen den Bergen, die es sich lohnt anzuschauen. Bei dem größeren der beiden Seen kann man in der Ferne erkennen, dass ein großer Wasserfall aus den Bergen entspringt und direkt in den See fließt.
Abgesehen von der wunderschönen Natur hat Dublin eine Reihe unglaublich sehenswerte architektonische Meisterleistungen zu bieten. Vor allen in Dublins Innenstadt erstrecken sich Gebäude mit riesengroßen Eingangssäulen und vielen Verzierungen an den Fassaden. Vor allem das berühmte Trinity College und die City Hall gefallen mir. Besonders hat mich auch das National Museum of Archaelogy begeistert. Es sieht nicht nur von außen wunderschön aus, sondern auch von innen ist es einzigartig. Der gesamte Museumsboden ist aus Mosaik. Millionen kleine Steinchen bilden beeindruckende Bilder aus früher Zeit und die Decken (vor allem die Eingangshalle) sind aus kunstvoll gestaltetem Stuck.
Als ich das erste Mal durch die Stadt geschlendert bin, kam ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Die Bewohner in Irland scheinen wirklich sehr farbenfroh zu sein. Jedes Haus oder Geschäft hat eine andere sehr auffällige Farbe, ich habe sogar knallpinke Türen und Fensterrahmen gesehen. Es scheint wie ein kleiner Wettkampf um die auffallendste Außenfassade zu sein. Besonders in der Kneipenmeile „Temple Bar“ scheint kunterbunt und schrill das Motto zu sein. Dublin ist sehr vielfältig, zum Einen sind viele elegante, alte Gebäude zu bestaunen und zum Anderen auch viele witzige und bunte Häuser.
Was ich auch sehr faszinierend finde, sind die Menschen hier in Dublin. Es ist ein sehr gemischtes Volk und alle sind zu mir immer sehr freundlich, zuvorkommend und stets hilfsbereit. Die Leute sind sehr interessiert etwas über Deutschland zu erfahren, wenn sie hören, dass ich von dort komme. Die Menschen aus Dublin sind sehr weltoffen, aus allen Ländern kommen sie nach Irland um zu studieren, zu arbeiten oder hier mit ihrer Familie ein neues Leben anzufangen. Nur scheinen die Menschen hier kein richtiges Kälteempfinden mehr zu haben. Viele laufen hier bei 8 Grad noch mit Kleid oder auch T-Shirt herum :-).
Viele Grüße aus Dublin
Anna-Lotte Wienstroer
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen