Freitag, 27. November 2009

Sightseeing in Irland

Hallo liebe Leser,

„Willkommen in Irland“, dachte ich, als wir aus unserem Flugzeug stiegen und die Insel betraten. Die ersten Eindrücke von Dublin waren faszinierend, denn obwohl so viele Menschen in Dublin leben und immer etwas los ist, wirkt die Stadt mit den vielen Pubs doch recht gemütlich.
In der ersten Woche wurde uns die City von einer Dame des Swan Training Institutes gezeigt. Wir besichtigten verschiedene Gebäude (wie z.B. das Trinity College, das Dublin Castle, das House of Parliament und verschiedene Museen) sowie berühmte Statuen wie Molly Malone, oder wir trafen den Glückskobold Leprechaun.


Am ersten Wochenende haben wir acht Praktikanen aus Deutschland beschlossen, das Malahide Castle zu besuchen. Es ist ein kleines Schloss, das 1175 von Richard Talbot erbaut wurde und von 1185 bis 1973 von der Familie bewohnt wurde bis zum Tod des letzten Lord Talbot.


Am zweiten Wochenende sind wir dann nach Glendalough gefahren. Der Name Glendalough leitet sich vom irischen Gleann Dá Locha ab und bedeutet Tal der zwei Seen. Es handelt sich um eine Ansammlung von Klosterruinen, die in den irischen Wicklow Mountains etwa 40 km südlich von Dublin gelegen sind. Und wenn man einmal nicht unbedingt etwas besichtigen möchte, trifft man sich in einem der gemütlichen Pubs. Denn in fast jedem Pub spielt eine Band, oder es werden kleine Aufführungen gezeigt wie z.B. der irische Step-Dance.

Aber da wir ja von Irland noch mehr sehen und erleben wollten, sind wir am dritten Wochenende mit einem Tourist Guide zu den Cliffs of Moher (Südwestküste Irlands) gefahren und haben die berühmten Steilklippen, die in vielen Filmen auch zu sehen sind, besichtigt. Sie erstrecken sich über 8 km am Meer entlang und sind zwischen 120 m und 214 m hoch. Obwohl das Wetter regnerisch und sehr windig war, hatten wir dennoch Spaß.

Bis bald und liebe Grüße von der grünen Insel
Laura

Donnerstag, 26. November 2009

Sightseeing in Krakau und Umgebung

Nun brechen die letzten Tage an, und manche freuen sich riesig auf das eigene Zuhause, andere wiederum würden liebend gerne länger bleiben. Dennoch haben alle Auslandspraktikanten zurückblickend einiges erlebt, und ich als "Krakauerin" natürlich auch.

In den Anfangstagen fand die Stadtführung statt, bei der wir den ersten Eindruck von Krakau gewonnen haben.
Wir entdeckten eine tolle Innenstadt mit vielen wunderbaren Sehenswürdigkeiten wie z.B. den großen Marktplatz mit dem dazugehörigen Rathausturm und der Marienkirche.
In dem Marktplatz münden viele Gassen ein, in denen schöne Shoppingläden zu finden sind. Es ist wunderbar, bei kaltem Wetter und Sonnenschein durch die Gassen zu schlendern. :-)
Zum Teil herrscht eine Tourismusatmosphäre. Das erkennt man an den Pferdekutschen, die die Polen extra für die Touristen bereitstellen.

Am 2. Wochenende wurde die gebuchte Tour nach Ausschwitz durchgeführt .
Es war alles genau geplant!!! Wir wurden abgeholt und bekamen eine Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz Birkenau.
Für mich war gerade diese Tour beeindruckend. Es wurde einem vor Augen geführt, was das eigene Land angerichtet hat, und dass die Auswirkungen nicht einfach ausradiert werden können. Doch man hat auch festgestellt, dass man den Schrecken der Vernichtung der Juden nicht fassen kann, und es nicht richtig begreift, weshalb so etwas passieren konnte.
Die geschichtliche Ereignisse wurden einem hierdurch nähergebracht.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die wir auf eigenen Wunsch durchgeführt haben, war das Salzbergwerk ( Wieliczka ) - eine Tour durch die tiefen unterirdischen Gängen der Stollen, durch die man sich nur mit einem Tourguide bewegen darf. Sonst würde man sich sofort in dem 300 km langen unterirdischen Gebiet verlaufen.

Zu den Erfahrungen mit den Einwohnern selbst ist mir sofort aufgefallen, dass sie sehr hilfsbereit sind. Das sieht man z.B. daran, dass junge Leute für die älteren Herrschaften in der Tram aufstehen, oder dass sie Blinden helfen den Weg zu finden.
Dennoch wird man manchmal von der älteren Generation " schief" angeschaut, wenn sie die deutsche Sprache hören. Mit Blick auf die Vergangenheit ist dies auch durchaus verständlich.
Doch besonders die junge Generation ist aufgeschlossen und kontaktfreudig, wie wir selbst herausgefunden haben.

In Krakau schätze ich besonders die Unabhängigkeit durch das Straßenbahnnetz.
Am meisten fällt aber auf, wie wunderschön besonders die Innenstadt wieder aufgebaut wurde, und wie schön die Häuserfasaden - ob restauriert oder nicht - im Sonnenlicht leuchten und wunderschöne Muster aufweisen.
Des Weiteren gibt es viele Shoppingcenter wie das neueröffnete Center Bonarka, das größte Europas.
Abschließend ist zu festzustellen, dass es für Touristen genügend zu sehen gibt, insbesondere Museen.

An der Stadt selbst habe ich nichts auszusetzen, doch um mehr an dem Leben der Polen teilhaben zu können, muss man die Sprache erlernen.

Ich persönlich würde gerne im Sommer die Stadt nochmals anschauen, weil die Stadt dann belebter und noch attraktiver sein soll.

Allen liebste Grüße aus Krakau wünscht Anna!!!
Bis bald

Mittwoch, 25. November 2009

Szentendre und Budapest

So nun ist auch schon unsere 3. Woche hier in Szentendre angefangen und wir hatten ihr eine Menge Spaß. Also in der dritten Woche ist auch einiges passiert. Unser Lehrer Herr Ratansky war da, auch von uns liebevoll Rata genannt. Das Essen stieg von den Temperaturen, es fing an mit lauwarm bis ziemlich heiß, aber lieber zu heiß als zu kalt.

Die Menschen hier ins Szentendre und Budapest sind alle recht nett zu einem, jedoch merkt man auch sofort, wenn man untereinander deutsch spricht, dass die Leute dann häufiger und öfter ankommen, dir etwas andrehen wollen und auf jeden Fall dein Geld wollen. Man hat hier schon den Stempel aufgedrückt bekommen, die Deutschen haben Geld und sollen das möglichst auch hier lassen.

Das Städtchen Szentendre ist beeindruckend schön. Man findet an jeder Ecke irgendwelche Krimskrams-Läden, wo man Souvenirs wie ganz typische Sachen angefangen von T-Shirts über Schächtelchen, Trachtenkleidung und jede Menge Schals kaufen kann. Es ist hier ziemlich ruhig, wenn nicht gerade zu jeder halben und vollen Stunde die Glocken zu hören sind. Die Gassen bei schönem Wetter entlang zu gehen und sich die Stadt einfach anzugucken, ist schon etwas Besonderes. Das Gegenteil zu Szentendre ist Budapest. Es ist total hektisch, laut und unübersichtlich. Jedoch muss man dazu sagen, dass Budapest eine der schönsten und beeindruckensten Großstädte ist. Jedoch auch total dreckig, was auch von den ungarischen Bürgern zu hören ist. In Budapest ist einfach alles megagroß, alleine schon die Einkaufszentren, wo es auch Discos und Bowlingbahnen gibt. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert.


Das Wochenende war natürlich auch super. Wir sind am Freitag nach Budapest gefahren und sind dort in einen angesagten Club gegangen, dem Kamäléon. Die Getränke hatten ihren Preis, jedoch dafür bekamen wir auch das eine oder andere gut gemixte Getränk. Anschließend sind wir eine Etage tiefer gefahren und sind Bowlen gewesen. Die nächsten Tage verbrachten wir dann mit weiteren Besichtigungenvon z.B. dem Heldenplatz, der Basilika, dem Gellert-Berg, den zwei bekanntesten Hotels, dem Kempinski und dem Le Meridien. Was natürlich für uns Mädels nicht fehlen durfte, waren der Weihnachtsmarkt und natürlich die Váci utca, die Einkaufsmeile. Einige sind auch noch in den größten Aqua-Park gefahren. Es gab 10 Rutschen, die in zwei Becken führten. Um sich auch noch sportlich zu betätigen, konnte man auch surfen, und man konnte wie in einer Luftblase über das Wasser gehen. Der Aqua World Park hatte - wie es sich auch für einen guten und großen Wasserpark gehört - ein Wellenbad.

Euch allen noch schöne 3 Tage :)

Es grüßen die Budapester

Resümee : Wien

Die vierte Woche ist angebrochen und das heißt: Bald müssen wir das alles hier verlassen.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wien ist, wie wir finden, eine sehr traditionelle, klassische und kulturelle Metropole, mit diesem ganz bestimmten Flair, was man hier ziemlich deutlich spüren kann.

Wir haben an den Wochenenden die meisten Sehenswürdigkeiten besichtigt.
Wir waren im Schloss Schönbrunn und im Schloss Belvedere, in der Hofburg, im Haus der Musik, im Sissi Museum, in den Kaiserapartements, in der Silberkammer, auf dem Naschmarkt, in der Universität, im Stephansdom, im Café Sacher, an der Staatsoper, am Hundertwasser Krawinahaus, auf dem Christkindel Weihnachtsmarkt und eben im Zentrum unterwegs.
Uns hat allerdings am Besten wohl das Sissi Museum gefallen, weil es einfach sehr gut dargestellt wurde und man sehr viele Informationen bekommen hat. Wir hatten teilweise auch ein paar Tränen in den Augen. Die ganze Stadt, mit ihrer detailverliebten Architektur, hatte uns eigentlich schon sehr beeindruckt. Sehr abwechslungsreich gegenüber den Museumsbesuchen, die manchmal wirklich bis zu 3 Stunden in Anspruch genommen haben, war z.B. der Naschmarkt.
Wildes Treiben, in kleinen engen Wegen, überall Köstlichkeiten aus Österreich, Ungarn, Italien oder südlichen Ländern. Leute, die einem ihre Ware verkaufen wollen und alles dafür tun. Man kann alles probieren. Je höher man auf dem Markt von Stand zu Stand geht, umso teurer wird es.
Julia hat dort, so wie einige Andere aus dem Team-Wien, zum ersten Mal Sushi gegessen.
So waren diese Ausflüge auch die lustigsten, da man sich auch besser kennenlernen konnte.
Hier herrscht schon die absolute Weihnachtsstimmung, somit waren wir natürlich auch letzte Woche schon auf dem Weihnachtsmarkt. Das Rathaus, wo der Weihnachtsmarkt ist, hat in jedem vorderen Fenster ein Türchen und hinter jedem Türchen steht ein Gedicht – wie ein Adventskalender ohne Schokolade. Wir finden die Idee wirklich sehr schön, etwas ganz besonderes eben.

Die
Zu den beiden Schlössern, die wir uns näher angesehen haben, können wir sagen, dass uns der Garten vom Schloss Schönbrunn mehr beeindruckt hat und im Winter viel schöner ist als der Garten vom Schloss Belvedere. Jedoch finden wir beide Anwesen sehr prachtvoll und können uns gar nicht vorstellen, dass dort jemand gelebt hat.
In der ersten Woche, wo man sich öfter durchfragen musste, waren die Wiener doch sehr schüchtern und haben nicht immer direkt geholfen. Da wir jetzt aber mehrere Leute kennen gelernt haben, können wir sagen, dass die Wiener sehr offen sind und es auf sie positiv wirkt, wenn sie merken, dass man aus Deutschland kommt. Denn die dritte Frage ist meistens „Aus Deutschland?“.

Die Stadt Wien verbindet viel Modernes mit Traditionellem, wie z.B. den Kontrast zwischen Straßenbahn und Pferdekutschen. Hier kann man sich also entscheiden, ob man lieber schnell mit der Straßenbahn (Bimmelbahn) oder lieber gemütlich in einer Kutsche fahren möchte.
Des Weiteren bietet die Hauptstadt unzählige Kaffeehäuser, in denen man bei klassischer Musik einen Nachmittag verbringen kann, jedoch sollte man darauf achten, in welche Kaffeehäuser man geht, weil nur wenige relativ günstig sind. Die günstigeren Häuser liegen meistens versteckt in kleinen Nebengassen.
Erstaunlich ist, dass hier, egal zu welcher Jahreszeit oder welchem Wochentag, immer etwas los ist und auch an Sonntagen viele Aktivitäten und Besichtigungsmöglichkeiten angeboten werden. Sogar kleinere Supermärkte in größeren U-Bahnstationen haben geöffnet, die für uns immer sehr nützlich waren.
Was hier auch sehr oft zu sehen ist, sind Souvenir- und vor allem Mozart-Geschäfte, in denen man Mozartkugeln in allen Varianten und Geschmacksrichtungen kaufen kann.
Weniger gefallen hat uns an der Stadt das Straßenbahnnetz in der Nacht. Da die Bahnen nur bis 00:29 fahren, mussten wir uns durch die verwirrenden Nachtbuslinien kämpfen oder für viel Geld mit dem Taxi nach Hause fahren.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass hier in Wien die Lebensmittel viel teurer sind als in Deutschland und man sich zweimal überlegen muss, ob man beispielsweise eine Schokolade kauft.

In dieser Woche wollen wir noch den Prater besichtigen, ins Musical/Theater gehen und zum Abschluss unseres Praktikums noch einmal alle zusammen essen.
Diese Erfahrung war für uns eine der Besten und wir werden vieles davon mit in unsere weitere Zukunft nehmen.

Julia und Caroline


Dienstag, 24. November 2009

Szentendre -Unterschied zu Budapest und Warendorf

Szentendre liegt etwas 20km von der Hauptstadt Budapest entfernt und ist direkt an der Donau. Der Ort hat ungefähr 23.100 Einwohner und sieben Kirchen, wovon jedoch drei im Besitz der serbisch-orthodoxen Kirche sind. Außerdem hat Szentendre auch sehr viele Museen wie zum Beispiel das Marzipanmuseum, das Konditoreienmuseum das Freilichtmuseum oder das Lajos-Vajda-Museum, in dem man die Hoffnungslosigkeit der ungarischen Zwischenkriegszeit auf Bildern sehen kann.
Szentendre ist die meist besuchte Stadt im Donauknie und gilt bei den Einheimischen und vielen Besuchern als Schmuckkästchen.
Szentendre ist ein kleiner beschaulicher Ort, den man wunderbar in Ruhe genießen kann. Budapest hingegen ist eine sehr belebte Großstadt, wo die Hektik herrscht. Budapest ist in den Punkten Wochenende doch weit voraus, es gibt dort viele Möglichkeiten auszugehen. In dem Ort Szentendre gibt es eher kleinere Dorfdiskotheken, wo die Einheimischen oder die Touristen sich aufhalten.
Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn und hat deshalb auch ein Parlament, welches Szentendre natürlich nicht hat. Außerdem hat Budapest eine sehr schöne Burg auf dem Burgberg. Szentendre ist auf drei verschiedenen Hügeln gebaut.
Die Unterschiede zwischen Szentendre und Warendorf sind sehr interessant. Ein sehr besonderer Unterschied ist zum Beispiel, dass die Geschäfte in Szentendre auch sonntags geöffnet haben. Auch ein sehr interessanter Unterschied ist, dass in den Geschäften in Szentendre und Budapest sehr viele Securities aufpassen. Selbst in einem normalen Supermarkt kann man sie finden. In Szentendre gibt er viele schmale Straßen und Gassen,von wo aus man auf viele Dächer und Kirchen schauen kann, da es hier sehr hügelig ist. Warendorf hat dagegen kaum Hügel und auch wenige enge Gassen.
Ich hoffe, der Bericht hat Ihnen gefallen.
Mit freundlichen Grüßen aus Ungarn
Johanna









Ein ganz normaler Arbeitstag

Ein ganz normaler Arbeitstag im art’otel Budapest.
Im Büro starten wir um 9:00 Uhr. Das heißt wir fahren um 7:53 mit der Vorortbahn los, was heißt, dass wir um 5:45 aufstehen müssen. Alles klar soweit?!
Nach 5 min. Fußweg von der Endstation bis zum Hotel sind wir auch schon da.
Wir gehen durch den Personaleingang und müssen und eintragen, dass wir auch wirklich da sind.
Mit Name, Ankunftsuhrzeit, und Unterschrift.
Wenn wir nachmittags dann nach Hause gehen, müssen wir uns auch wieder austragen.
Morgens gehen wir dann durch die Domino Bar, durch die Lobby in den alten, restaurierten Teil des Hotels wo sich das Büro befindet.
Erstmal begrüßen wir alle und gehen zu unserm Platz, wo wir unsere Laptops starten.
Je nachdem ob wir mit der Aufgabe vom Vortag fertig geworden sind, (Das sind ganz unterschiedliche, von Mails verschicken an Kunden, über Übersetzen von Menükarten und verschiedenen Anfragen von Gäste bis hin zur Neugestaltung eines Organigrammes für das Hotel) machen wir entweder weiter, oder fragen unsere jeweilen Chefs, (Ich bin im Sales-bereich, Johanna im Account) ob es noch neue Aufgaben gibt.
Eine große Aufgabe, bei der uns sogar der General Manager (Übrigens auch ein Deutscher), über die Schulter guckte, war etwas über die Internetpräsenz der 5 anderen großen Hotels in Budapest auf den Social-Net-Work-Seiten, wie Youtube, Facebook, Twitter, MySpace etc. herauszufinden. Denn das art’otel möchte sich auch mehr und besser im Internet präsentieren.
Mit den Ergebnissen erstellten wir eine Tabelle, aus der man genau erkennen konnte welches Hotel auf welcher Seite mit wie vielen Einträgen vorhanden war.
Mittags gehen wir immer in die Küche und bekommen dort was zu essen.
Danach geht es weiter mit der Arbeit, bis meinstens um 4, dann haben wir frei und laufen noch ein bisschen in der Stadt rum, bis wir nach Hause fahren weil uns die Füße weh tun.
So jetzt wisst ihr Bescheid.
Bis Samstag
Grüße aus Ungarn

Die letzte Woche in Krakau

Am ersten Sonntag, den 1.November, haben wir alle ein kleines "Sightseeing"-Programm gemacht. Wir haben dabei etwas ueber bekannte Gebäude und die Geschichte von Krakau erfahren und uns ein paar Kirchen angeschaut, was sehr interessant war. Außerdem haben wir uns an anderen Tagen noch das Schloss Wawel, den "feuerspuckenden Drachen", das Wahrzeichen von Krakau, und ein wenig die Innenstadt angeschaut, was auch alles sehr schoen war.

Die Leute hier sind meiner Meinung nach sehr hoeflich und nett. Wenn zum Beispiel aeltere Leute in die Tram oder in den Bus einsteigen, stehen die Juengeren fuer sie auf und machen Platz. Das sieht man in Deutschland eher weniger, bzw. auch gar nicht. Auch sonst sind die Polen sehr offen, da wir doch sehr häufig angesprochen worden sind und wir etwas gefragt wurden. Allerdings konnten wir ihnen dann nie weiterhelfen, da wir ja kein Polnisch sprechen und wenn wir gesagt haben, dass wir wohl Englisch koennen, haben sie nur "oh" gesagt und haben jemanden anderes gefragt. Dabei habe ich festgestellt, dass doch eher weniger Menschen hier Englisch sprechen koennen, als ich vorher gedacht habe. In einer Baeckerei mussten wir uns beispielsweise einmal mit Haenden verstaendigen, da die Verkauferin uns auf Englisch gar nicht verstanden hat. Das war aber kein Einzelfall, auch in so manchen Supermaerkten ist mir das aufgefallen. In der Einrichtung, wo ich arbeite sprechen auch nicht alle so gut Englisch. Deshalb haben wir uns eher weniger mit den Kollegen unterhalten koennen. Allerdings sprechen auch so manche Leute hier gut Deutsch, wie z.B. unsere Direktorin, was es einfach fuer mich macht, wenn ich Fragen habe oder sie mir etwas erklaeren moechte.

\Sonst gefaellt mir Krakau wirklich gut. Es ist eine schoene Stadt, in der eigentlich nichts fehlt. Es gibt viele Einkaufszentren, wo man gut einkaufen kann und schoene Cafes, in denen man mal gut einen Nachmittag verbringen kann. Das einzige, was vielleicht nicht so gut ist, sind die manchmal sehr vollen Trams und Busse. Es ist doch sehr nervenaufreibend, sich nach der Arbeit in einen vollen Bus zu quetschen, wo man sich kaum richtig festhalten und stehen kann. Im Ganzen aber finde ich, dass Krakau eine sehr schoene Stadt ist, die viel zu bieten hat und die unbedingt einen Besuch wert ist.

\Liebe Gruesse aus Polen. Jana

Sehenswuerdigkeiten in Krakau

Das letzte mal Czesc aus Krakau! Nur noch eine Woche trennt uns von zu Hause. Einerseits ist es positiv, denn man vermisst seine Leute, seinen geregelten Tagesablauf und sein eigenes Zimmer, doch andererseits ist es auch negativ, denn wir haben uns hier schon sehr gut eingelebt und fuehlen uns wie zu Hause. Die Stadt Krakau ist wunderschoen und man entdeckt jeden Tag etwas Neues. Am ersten Sonntag, haben wir ein paar Sehenswuerdigkeiten mit einer Stadtfuehrerin besichtigt, wie zum Beispiel das Ghetto Viertel, wo Anna, Theresa, Nadine und Eugen wohnen. Frueher war es wie gesagt ein Ghetto fuer Juden und jetzt stehen dort viele Stuehle aus Eisen, das repraesentiert, wie die Juden auf diesen Stuehlen gesessen haben und auf die Freiheit gewartet haben. Spaeter sind wir zur Synagoge gegangen. Eugen musste eine Kappa aufsetzen, denn bei Maennern ist es ueblich, bei Betreten der Synagoge die Kappa aufzusetzen. Wir haben viele Graeber gesehen, die immer verschiedene Symbole auf den Grabsteinen hatten, wie zum Beispiel eine Krone, das bedeutet, dass dieser Mensch sehr reich war. Auch schauten wir uns eine Kathedrale an, aber nur von außen. Zum Schluss besichtigten wir das Schloss Wawel, welches sehr gross ist. Die Restaurierung ist praechtig gelungen und das Schloss mit vielen dekorativen Sachen beschmueckt. Der Drache, der Krakau repraesentiert, befindet sich neben dem Schloss und jede 5 Minuten spuckt er Feuer. Am naechsten Samstag waren wir im Konzentrationslager in Auschwitz. Wir haben viele Dinge gesehen, die man sonst eigentlich nicht sieht, wie zum Beispiel wie viele Menschen umgekommen sind, von denen man zum Beispiel die Haare weiter verarbeitet hat. Am Samstag sind wir zum Salzbergwerkmuseum gefahren, wo alles aus Salz gebaut wurde. Zuerst mussten wir ca. 500 Treppen herunter gehen - das war ein Spass - und was sich unten befand, war wirklich sehr beeindruckend und sehenswert. Viele Skulpturen waren nur aus Salz gebaut. Beim Verlassen des Museums konnten wir gluecklicherweise einen engen Lift benutzen, den wir mit 9 Personen teilen mussten, was fuer manche nicht so spaßig war... Meine Erfahrungen mit Menschen waren eher kurz und knapp, da ich auch auf Polnisch angesprochen wurde und ich kein Wort verstanden habe. Das einzige was ich sagen konnte war -Nie mowic po polsku-, das heisst -ich spreche kein Polnisch-und schon war das Gespraech beendet. Nur mit ein paar Leuten konnte ich Englisch sprechen, aber auch nur in Bruchstuecken. Sonst sind hier alle sehr freundlich und hilfsbereit, wenn man in der Straßenbahn aeltere Menschen sieht, bekommen sie sofort einen Sitzplatz angeboten, weil die jungen Leute aufstehen und sie bitten sich hinzusetzen. Das haben wir natuerlich auch gemacht. Wir haben auch junge Leute kennen gelernt, mit denen wir uns schon öfter getroffen haben und die uns die Stadt gezeigt haben. An Krakau gefaellen mir besonders gut die Verkehrsmoeglichkeiten, denn man kann ueberall hin: entweder mit der Tram oder mit dem Bus. Auch ist die Stadt sehr sicher, denn in fast jedem Supermarkt stehen Polizisten und passen auf, dass nichts geklaut wird. Was mir an der Stadt nicht gefaellt sind die ueberfuellten Straßenbahnen, wo man sich immer fragt, ob man da noch hineinpasst oder nicht. Ebenso sind die Straßen sehr uneben und wenn man mit dem Bus unterwegs ist, springt man immer herum. Sonst ist es hier sehr schoen und die Stadt ist mit vielen Sehenwuerdigkeiten geschmueckt. Liebe Gruesse, bis bald!!!

Eure Viktoria!!!

Montag, 23. November 2009

Ausflug nach Arcachon und zur Dyne du Pyla

Zuerst trafen wir uns alle an einer Station der Tram (Metro), um von dort aus gemeinsam zum Gare de St. Jean weiterzufahren. Nadine brachte noch einen ihrer Mitbewohner mit - Anders, ein Schwede.
Beim Bahnhof angekommen haben wir für Anders noch ein Ticket gekauft und haben dann auf unseren Zug gewartet, welcher uns direkt nach Arcachon brachte. Die Fahrt dauerte ca. 50 Minuten, ging jedoch schnell rum, da der Schwede uns die ganze Zeit gut unterhalten hat mit schwedischer Musik und lustigen Deutschversuchen!

In Arcachon mussten wir dann feststellen, dass der Bus, der uns zur Düne bringen sollte, sonntags überhaupt nicht fährt! Also haben wir Cedric vom Cap Ulysse angerufen und gefragt, was wir jetzt machen sollen, worauf er meinte, wir sollten ein Taxi nehmen. Also 2 Taxis bestellt und ab zur Düne. Insgesamt mussten wir 100 Euro für die beiden Taxis zahlen, die wir aber Freitag vom Cap Ulysse zurückbekommen.


Der Aufstieg auf die Düne war ziemlich anstrengend, es gab keine Treppen und man musste sich einen steilen Sandpfad hochkämpfen. Oben angekommen war der Ausblick ziemlich überwältigend, da man auf der einen Seite das Meer und auf der anderen einen riesigen grünen Wald sehen konnte. Leider war es an dem Tag sehr windig und so war es weniger angenehm auf der Düne, da man den ganzen Sand ins Gesicht bekommen hat und man danach auch einen eigenen Sandkasten in den Schuhen hatte!


Die Dyne du Pyle ist die größte Wanderdüne Europas, da sie 2,7 km lang, 500 m breit und bis zu 117 m hoch ist. Die Düne hat eine reine Sandfläche von 87 Hektar und der umliegende Wald ca. 4000 Hektar.

Jedes Jahr besuchen deutlich über 1 Millionen Touristen die Düne. Diese gilt somit als das Naturdenkmal mit den zweitmeisten Besuchern in Frankreich (nach dem Mont-Staint-Michel in der Normandie).


Nach dem Abstieg, welcher um einiges lustiger war als der Aufstieg, haben wir dann wieder das Taxiunternehmen angerufen, um uns abholen zu lassen.

Wieder in Arcachon angekommen, haben wir uns in ein Café gesetzt um uns ein bisschen aufzuwärmen, da es inzwischen auch zu regnen begonnen hatte.

Dann entschlossen wir uns - trotz Regen - noch einmal zum Strand zu laufen um wenigstens einmal dem Meer „hallo“ zu sagen! Das Wasser war zwar ziemlich kalt, aber uns hat es trotzdem gut gefallen, weil Meer und Strand einfach bei jedem Wetter gute Laune machen!

Müde und erschöpft haben wir anschließend den Zug zurück nach Bordeaux genommen und sind unterwegs sofort eingedöst. So haben wir einen großen Teil der Fahrt verschlafen.

In Bordeaux angekommen, haben wir dann die Metro zurückgenommen und mit Nadine und dem Schweden ausgemacht uns Donnerstagabend noch einmal als Abschluss in der Stadt zu treffen.


Alles in allem ein gelungener, wenn auch stressiger, Tag an dem nicht alles so lief wie geplant. Die Düne hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und ich würde gerne bei besserem Wetter noch einmal dorthin und auch an den Strand von Arcachon!

Kira





Sightseeing in Dublin


Irland ist eine unglaublich interessante und wunderschöne Insel. Sie trägt ihren Namen „grüne Insel“ nicht umsonst. Die Natur hier ist atemberaubend. Vor allem als wir die Nachbardörfer Howth und Glendalough besichtigt haben, konnte man ihre Schönheit bestaunen. Im Hafen der Halbinsel Howth liegen viele kleine Boote vor Anker und zwischen ihnen spielen die Seelöwen, die wir mit Fisch gefüttert haben. Wir sind den Klippenweg hochgelaufen und konnten von dort aus die kleine Insel „Irland’s Eye“ betrachten. Unter uns ging es sehr steil herunter, und wenn man einen Blick nach unten gewagt hat, war es sehr schön anzusehen wie die aufbäumenden Wellen gegen die Klippen schlugen. Die kleine Wandertour war schon ein Abenteuer, vor allem weil der Wind einem stark und laut um die Ohren schlug und es immer wieder, wie es in Irland so häufig ist, anfing zu regnen:-).

Die andere Tour mitten in die Natur war nach Glendalough. Schon die Fahrt dahin hat mit begeistert. Überall sind Felder um einen herum und Schafe, die dort grasen. Die Berge leuchten rot, orange, gelb und grün in der Sonne. In Glendalough angekommen, sahen wir eine alte Klostersiedlung mit einem noch sehr gut erhaltenen Rundturm und zahlreiche Keltenkreuze auf den Gräbern. Es scheint, als würde die Klosterruine den Mittelpunkt bilden und die Wicklow-Berge mit ihren vielen Wasserfällen haben sich drumherum gruppiert. Nur ein paar Gehminuten weiter liegen 2 wunderschöne Seen zwischen den Bergen, die es sich lohnt anzuschauen. Bei dem größeren der beiden Seen kann man in der Ferne erkennen, dass ein großer Wasserfall aus den Bergen entspringt und direkt in den See fließt.












Abgesehen von der wunderschönen Natur hat Dublin eine Reihe unglaublich sehenswerte architektonische Meisterleistungen zu bieten. Vor allen in Dublins Innenstadt erstrecken sich Gebäude mit riesengroßen Eingangssäulen und vielen Verzierungen an den Fassaden. Vor allem das berühmte Trinity College und die City Hall gefallen mir. Besonders hat mich auch das National Museum of Archaelogy begeistert. Es sieht nicht nur von außen wunderschön aus, sondern auch von innen ist es einzigartig. Der gesamte Museumsboden ist aus Mosaik. Millionen kleine Steinchen bilden beeindruckende Bilder aus früher Zeit und die Decken (vor allem die Eingangshalle) sind aus kunstvoll gestaltetem Stuck.


Als ich das erste Mal durch die Stadt geschlendert bin, kam ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Die Bewohner in Irland scheinen wirklich sehr farbenfroh zu sein. Jedes Haus oder Geschäft hat eine andere sehr auffällige Farbe, ich habe sogar knallpinke Türen und Fensterrahmen gesehen. Es scheint wie ein kleiner Wettkampf um die auffallendste Außenfassade zu sein. Besonders in der Kneipenmeile „Temple Bar“ scheint kunterbunt und schrill das Motto zu sein. Dublin ist sehr vielfältig, zum Einen sind viele elegante, alte Gebäude zu bestaunen und zum Anderen auch viele witzige und bunte Häuser.

Was ich auch sehr faszinierend finde, sind die Menschen hier in Dublin. Es ist ein sehr gemischtes Volk und alle sind zu mir immer sehr freundlich, zuvorkommend und stets hilfsbereit. Die Leute sind sehr interessiert etwas über Deutschland zu erfahren, wenn sie hören, dass ich von dort komme. Die Menschen aus Dublin sind sehr weltoffen, aus allen Ländern kommen sie nach Irland um zu studieren, zu arbeiten oder hier mit ihrer Familie ein neues Leben anzufangen. Nur scheinen die Menschen hier kein richtiges Kälteempfinden mehr zu haben. Viele laufen hier bei 8 Grad noch mit Kleid oder auch T-Shirt herum :-).

Viele Grüße aus Dublin
Anna-Lotte Wienstroer

Sonntag, 22. November 2009

Sightseeing in Sevilla

Hallo liebe Blogger-Leser!

Die letzte Woche ist angetreten und gedanklich können wir schon anfangen, unsere Koffer zu packen, denn Samstag ist die Heimreise angesagt!
In Sevilla gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten und Monumente. Letzten Sonntag haben wir Itálica mit einer anderen italienischen Klasse besucht. Itálica ist eine ausgegrabene römische Stadt, wie das Wort schon sagt, es sind nur Bruchteile von Mauern und Gebäuden zu sehen, jedoch sehr interessant anzusehen. Am meisten hat mich das Theater beeindruckt!







Am Samstag sind wir dann alle zum Museo de Baile Flamenco gegangen. In meinen Gedanken habe ich mir dieses Museum komplett anders vorgestellt, ich war erstaunt, dass es so modern und “stylisch” war. Da Leonie und Ann-Christin in dem Museum ihr Praktikum machen, haben sie auch die Führung durch das Museum gemacht, aber ich muss sagen man merkte nicht, dass sie noch “Anfänger” in diesem Bereich sind. Das Museum ist in 3 Etagen eingeteilt, auf der ersten Etage konnte man sich die Geschichte des Flamencos in Etappen auf einer Leinwand anschauen, selbstverständlich auf 6 verschiedenen Sprachen. Des Weiteren es gab noch eine Ausstellung mit den getragenen Kleidern und Schuhen aus Filmen wie z.B. Bluthochzeit oder der berühmten Tänzerin Cristina Hoyo. Auf der oberen Etage war eine Bildergallerie des französischen Künstlers Miguel Alcalá ausgestellt. Dieser war der erste Zigeuner, der durch seine Zeichnungen in die Flamencoszene eintreten durfte. Unten im Keller waren die Umkleiden für die Tänzer und auch eine Ausstellung von einem Bühnenbildner, der als einziger Künstler die Gesichter vollkommen zeichnet, indem er auf die Mimik und Gestik der Figuren eingeht, und er malt mit Farbe.
Das Highlight kam aber erst zum Schluss mit der Flamenco-Show. Es war beeindruckend, was die Tänzer mit ihrem Körper anstellen konnten, die Gestik und Mimik, und wie viele Tanzstiele sich bei diesem Tanz vermischen. Es war zwar sehr laut, aber das machte die Stimmung aus, das man am liebsten direkt mitgetanzt hätte.









Meine Erfahrungen mit den Menschen in der Stadt:
Ich muss sagen, das Leben hier in Sevilla bzw. allgemein in Spanien kann man nicht mit dem deutschen Leben vergleichen. Es war total ungewohnt für mich, aber auch positiv überraschend, dass, wenn man hier mit einem Stadtplan auf der Straße steht, man keine 2 Sekunden wartet, und sofort steht einer neben dir und versucht alles, um dir den Weg zu erklären. Alle Menschen sind so hilfsbereit und freundlich, wenn du sie ansprichst und mal eine Frage hast!
Woran man sich natürlich in einer Großstadt erst gewöhnen muss, ist die Geräuschkulisse. Man merkt schon, dass man nicht mehr im kleinen wohlbehüteten Warendorf ist, und dass die Uhr hier ein bisschen anders tickt. Aber mittlerweile fühlt man sich hier schon fast wie zu Hause.

Carolin Prüße

Vergleich des deutschen und spanischen Berufsalltags

Hola liebe Bloggerleser,

die dritte Woche ist nun auch so gut wie vorbei, und unser Auslandspraktikum neigt sich leider schon dem Ende zu.
Bei allen Praktikanten ist schon eine gewisse Routine im Alltag eingekehrt, und auch in unseren jeweiligen Arbeitsstätten haben wir uns mittlerweile sehr gut integriert.

Im Gegensatz zum deutschen Arbeitsalltag fängt hier kein Spanier vor 9 Uhr an zu arbeiten, und auch wenn ich mein Büro um halb 8 verlasse, sind noch alle am arbeiten. In Deutschland dagegen gilt eher die Regel von 8 bis 5 Uhr. Bis halb 8 im Büro zu sein, war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig für mich, damit habe ich mich jedoch schnell zurecht gefunden.
Auch das Verhältnis zwischen dem Chef und den Mitarbeitern ist hier in Spanien anders. Hier ist alles ein bisschen lockerer, und es gleicht schon eher einem freundschaftlichen Verhältnis. Auch läuft bei mir im Büro den ganzen Tag Radio und alle singen bei jedem Lied mit - sogar der Chef. Und wenn jemandem ein Lied gut gefällt, wird das Radio schnell lauter gemacht. Und dann kann es auch schon mal vorkommen, dass angefangen wird zu tanzen. In meinem Büro hier wird sehr gerne gearbeitet, und die Atmosphäre hier ist echt super. Dies hat mir auch sehr geholfen, mich hier schnell und gut zurecht zu finden und mich in die Gruppe zu integrieren.


Mittlerweile gefällt es mir so gut hier, dass ich gar nicht daran denken möchte, dass das alles hier schon in einer Woche endet. Und ich denke, dass ich damit für viele von uns spreche.

Liebe und sonnige Grüße aus Sevilla,

Nadine Z.

Die Stadt Sevilla






Liebe Weblog-Leser/innen,
erst einmal liebe Grüße von allen in Spanien weilenden Schülerinnen.
In Sevilla gibt es sehr viel zu sehen, einige Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigt haben, werde ich kurz vorstellen.
Die für mich schönste Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale und die Giralda . Sie ist die drittgrößte der Welt, die größte Spaniens und wurde im 15. und 16. Jahrhundert im gotischen Stil gebaut. Zudem befindet sich dort das Grab von Christoph Kolumbus.
Das Viertel Santa Cruz war früher ein Ghetto für spanische Juden, heute ist es das farbenfrohste Viertel Sevillas. Wir haben uns vor allem zum Essen dort aufgehalten.
Für uns war natürlich auch die Innenstadt eine „Sehenswürdigkeit“, denn hier konnte man den einen oder andern Tag gut mit Shoppen verbringen;-)
Die Menschen in Sevilla sind sehr offen und hilfsbereit, einem Touristen, der einen Stadtplan in der Hand hält und sich fragend umsieht, wird sofort geholfen und auch, wenn sie nicht wissen, wo sich das gesuchte Ziel befindet, erklären sie einem lieber den falschen Weg als gar keinen;-)
Was hier in Sevilla total anders ist, ist der Straßenverkehr. Ampeln, Zebrastreifen und Markierungen haben hier kaum eine Bedeutung, jeder fährt wie er will und auch mit Geduld haben es die Spanier nicht so, passt ihnen eine Kleinigkeit nicht, wird direkt gehupt! Als Fußgänger oder Radfahrer muss man hier also ganz schön vorsichtig und aufmerksam sein.
Mir persönlich gefällt Sevilla sehr gut, es ist eine Stadt zum Wohlfühlen. Es gibt viele verschiedene, schöne Ecken und auch viele schöne kleine Gassen, in denen man sich aber auch ganz gerne mal verläuft! Es wird einem nie langweilig hier, selbst unter der Woche ist die Innenstadt rappelvoll.
Ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Essenszeiten hier. Jeden Tag um 14Uhr wird zu Mittag gegessen und abends um 21Uhr gibt es dann nochmal warmes Essen. Erklärt man einem Spanier, dass man in Deutschland abends nur noch Brötchen oder Brot ist, ist das für ihn unverständlich.
Alles in allem fühl ich mich hier wohl und werde das Leben in Sevilla schon vermissen, wenn es in einer Woche dann wieder nach Hause geht.
Sonnige Grüße aus Sevilla
Leonie K.

Samstag, 21. November 2009

Erlebnisse, Besichtigungen, Eindruecke - von Christin

Heute sind wir schon genau 3 Wochen hier. Wir haben schon einiges erlebt und uns eine Meinung gebildet. Bordeaux als Stadt finde ich im Gesamtbild beeindruckend schön. Besonders die Plätze Place Gambetta , Place de la Bourse, Place de la Victoire und Place des Quinconces sind bemerkenswert und lebhaft. Es gibt viele Cafés und Bistros. Auch die netten Restaurants sind äußerst geschmackvoll. Abends kann man den Tag gut in einer der vielen Bars ausklingen lassen. Die Häuser mit ihren vielen Verzierungen finde ich besonders faszinierend.

Obwohl immer viel los ist, herrscht in der gesamten Innenstadt eine ruhige, entspannte Stimmung. Das Stadtzentrum von Bordeaux ist sehr groß. Es wäre viel zu weit, alles zu Fuß zu erreichen. Aus diesem Grund sind die 3 verschiedenen Trams (Straßenbahnen) überaus nützlich. Zusätzlich gibt es auch eine Menge Busse, die fast überall hinfahren, auch weit über das Zentrum hinaus. Eine Haltestelle ist sogar nur 4 Minuten zu Fuß von unserem Apartment entfernt. Das ist sehr praktisch, weil man so die Einkäufe nicht sehr weit tragen muss.

Mittlerweile haben wir schon zahlreiche Besichtigungen gemacht. Zuerst waren wir am Place de la Bourse. Der Platz liegt direkt an dem Fluss Garonne, der durch die Stadt führt. Auf dem Platz kann man einen großen Brunnen sehen.

Zusätzlich gibt es einen Platz, auf dem immer wieder Wasser nachläuft, sodass, wenn man darauf läuft, es aussieht, als würde man auf dem Wasser laufen. Dieses Feld heißt „Miroir d’eau“.






Später waren wir auf der rue Saint Catherine bummeln.
Das ist eine der längsten Einkaufsstraßen in Europa.





Ebenso haben wir schon zu Beginn den Place des Quinconces entdeckt. Zu der Zeit war sogar auf dem Platz eine riesige Kirmes. Dort haben wir öfter gegessen. Es gab Crêpes, Churros und Pommes. Auf der Fläche findet auch der große Weihnachtsmarkt statt, der Anfang Dezember beginnt. Am Rande den Platzes findet man eine große Säule in Verbindung mit einem außergewöhnlichem Brunnen.
Die Kathedrale Saint André ist äußerst eindrucksvoll. Mit der stolzen Länge von 144 Metern und einer Breite von 45 Metern ist sie eine der größten Bauten Frankreichs. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet.

Zu der Kathedrale gehört auch noch ein freistehender Turm,
der Turm „Pey-Berland“. Wir mussten 232 Stufen hochgehen, bis wir oben angekommen waren. Dies hat sich jedoch auf jeden Fall gelohnt, da der Ausblick einzigartig war. Man konnte fast die ganze Stadt sehen.


Wir waren auch schon im Jardin Public. Dieser wunderschöne Park ist riesig. Er ist 12 Hektar groß und liegt im nördlichen Teil der Innenstadt. Diese Grünanlage wird auch als „grünes Herz“ bezeichnet. Es gibt Kastanienbäume, einen schönen Teich und viele bunte Blumenbeete. Man kann sich wunderbar dort entspannen und picknicken. Außerdem befindet sich dort auch ein botanischer Garten mit exotischen Pflanzen. Für die Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz.



So, und jetzt möchte ich abschließend noch etwas über meine Erfahrungen mit Menschen hier in der Stadt berichten. Schon am Anfang der 1. Woche ist mir was echt Dummes passiert. Nichts- ahnend sind Charlotte und ich auf der rue Saint Catherine im Regen shoppen gewesen. Wir wollten gerade in ein Geschäft gehen, da haben mich 3 Mädchen (ca. 15 Jahre alt) angesprochen. Charlotte ist schon in den Laden gegangen, und ich habe den Mädchen erst einmal erklärt, dass ich nicht so gut Französisch spreche, da ich aus Deutschland komme. Eine von ihnen gab mir die Hand und sagte, dass sie Irène heißt. Ich stellte mich auch vor. Bis hierhin hört sich das ja alles noch ganz nett an, aber jetzt ging es los. Irène hat mir auf Englisch gesagt, dass sie 1 Euro will, und als ich „nein“ gesagt habe und gehen wollte, haben sie mich am Regenschirm festgehalten und wollten mich nicht gehen lassen. Charlotte kam dazu und hat gesagt, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Ich habe versucht mich loszureißen, aber dann hat diese Irène mich am Arm gepackt. Dann kam ein Junge dazu (wohl ein Freund der Mädchen) und hat gesagt, dass sie mich loslassen sollen. Sofort bin ich mit Charlotte weggelaufen. Mein Regenschirm war hinüber und ich habe mir im nächsten Laden einen neuen gekauft.
Zum Glück gab es noch viele andere Erfahrungen wie zum Beispiel die Offenheit und Freundlichkeit vieler Leute. Ich war gerade auf dem Weg nach Hause, da kam ein Mann zu mir und erzählte mir, dass er gerne mit Jugendlichen diskutiert, um so sie besser zu verstehen. Oder ein anderes Mal war ich abends in der Stadt unterwegs und hatte mich verlaufen. Als ich meinen Stadtplan herausgeholt habe und orientierungslos nach Straßennamen geguckt habe, kam sofort ein älterer Mann und hat mir den richtigen Weg gezeigt. Noch etwas Unangenehmes ist, dass es viele Bettler gibt. Manche (meist Kinder) kommen sogar in die Restaurants an die Tische.

Ganz viele liebe Grüße aus Bordeaux wünscht euch
Christin ♥






Hallo liebe Blogger-Leser,
meine Bericht ist über die Stadt Budapest mit ihren Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten.
Also, Sehenswertes gibt es hier satt und genug. Ich glaube das Wichtigste ist das Parlament. Es liegt direkt an der Donau und ist ein schönes, großes Gebäude. Man kann es nur mit einer Führung besu­chen und die Sicherheitsvorkehrungen sind ähnlich wie im Reichstag oder am Flughafen.
In dem Parlament wird die heilige Stephanskrone aufbewahrt, die man auch während der Führung se­hen kann.
Weiter geht es auf den Burgberg, von dort oben hat man eine super tolle Aussicht auf Budapest und sieht z.B. auch das Parlament in seiner vollen Größe und Schönheit, also auf keinen Fall Kamera vergessen.
Ein anderer Ort von dem man eine fantastische Aussicht, ist die Aussichtsplattform der St.-Stephans-Basilika. Das ist eine große Kirche mitten in der Stadt zwischen Wohnhäusern. Man kann mit einem Aufzug hoch zur Plattform fahren. Kostet umgerechnet ca. 2-3 €, ist also nicht teuer. Und wie ge­sagt lohnt sich!
In ganz Budapest sind die Sehenswürdigkeiten bei Dunkelheit sehr sehr eindrucksvoll beleuchtet, und ist wirklich toll abends einen Spaziergang an der Donau zu machen und sich die schönen Gebäude am Ufer anzuschauen
Eine Tradition in Ungarn sind die Café-Häuser, es gibt jede Menge davon in Budapest. Das bekann­teste ist wohl das Café New York. Es ist schon sehr edel dort und leider auch dem entsprechend teu­er, doch man sollte sich trotzdem einen Kaffee dort gönnen.
Wenn eine Sightseeingtour macht, dann sollte man dies am besten mit den öffentlichen Verkehrs­mitteln tun. Das ist sowieso das beste Fortbewegungsmittel hier. Die U- und S- Bahnen fahren alle paar Minuten und man kommt mit ihnen zu allen wichtigen Punkten.
Auto fahren ist ein kleines Abenteuer hier. Auf den meist zweispurigen Straßen werden die Fahr­streifen nach Belieben gewechselt mit und ohne Blinker. Die Straßen sind auch oft voll und Park­plätze selten. Die Autofahrer sind aber nett, oft ist zu beobachten, dass sie Fußgänger über die Stra­ße lassen. Trotzdem ist es schneller und einfacher die Bahn zu nehmen.
Noch was Lustiges zu der Bahn, die von Szentendre nach Budapest fährt: In einem bestimmten Be­reich gilt unser Ticket nicht mehr. Das heißt aber nicht automatisch das man auch mehr bezahlen muss, denn man bezahlt nur wenn der Schaffner kommt, kommt er nicht zahlt man auch nicht. Manchmal kommt auch ein Schaffner und man kann trotzdem so weiter fahren z.B. wenn man sich dumm stellt und die keine Lust haben das zu erklären oder einfach mit dem 20.000er Schein wedelt.
So weit so gut!
Viele Grüße aus Ungarn!
Florian





Die Aussicht vom Burgberg, leider wars ein bisschen nebelig.




Der Heldenplatz in der Dämmerung

Freitag, 20. November 2009

Arbeitstag in Sevilla

Ich arbeite in einer Fotogalerie namens EL FOTOMATA in Sevilla.
Mein Arbeitstag beginnt sehr spät. Morgens arbeite ich von 11 Uhr bis 14 Uhr dann habe ich eine Pause, in der ich nach Hause fahre, um etwas zu essen und mich auszuruhen, um dann wieder von 18 Uhr bis 20. 30 Uhr zu arbeiten. Ich stehe jeden Morgen um 9.15 Uhr auf, da ich um 10.15 Uhr losgehen muss. Ich fahre mit dem Bus zur Arbeit. Dieser braucht 25-30 Minuten. Ausserdem laufe ich zusätzlich 15 Minuten.
In der Galerie werden Kurse angeboten, um das Fotografieren und Bearbeiten der Bilder zu lernen. Hierfür erstelle ich in der Schülerdatenbank neue Datenblätter für neue Kursschüler. Desweiteren suche ich Schüler aus dem gleichen Kurs heraus und sende eine Rundmail, die mein Chef erstellt
hat. Ich kontroliere die Datenbänkeund aktualisiere oder lösche alte Datenblätter. Ausserdem verteile ich Broschüren in Bars, Cafeterien und an anderen öffentlichen Plätzen.
In der Galerie arbeiten außer mir noch mein Chef, ein Mitarbeiter und eine 23jährige Praktikantin aus Frankreich. Mein Chef ist sehr nett, schon beim Vorrstellungsgespräch hat er mich herzlich begrüsst. Anfangs hat er viel Englisch mit mir geredet, doch jetzt reden wir fast ausschließlich auf Spanisch. Wenn ich etwas nicht verstehe, erklärt er es mir so oft wie es nötig ist, ohne sauer zu werden.
Die anderen Kollegen sind auch sehr nett und versuchen viel mit mir zu sprechen, jedoch sind sie ab und zu etwas zu schnell und ich mus
s sie bitten, langsamer mit mir zu reden, aber alles in allem fällt die Verständigung nicht mehr so schwer.
Ich arbeite gerne in der Galerie, da die Arbeitsatmosphäre sehr entspannt ist. Wir dürfen zwischendurch kurz
e Pausen einlegen, um etwas zu essen, zu trinken oder frische Luft zu schnappen. Man hat immer etwas zu tun, und es ist nie langweilig.

Viele Grüße aus Spanien,

Nadine K.


Ich bei der Arbeit











In der mitte mein Chef,rechts die praktikantin und links mein Kollege

Donnerstag, 19. November 2009

Ein Arbeitstag bei Cocoon Childcare

Hallo liebe Leser,

ich arbeite in einer Kindertagesstätte in Dublin, welche relativ neu ist und alles von Baby - Gruppen bis zur Vorschule umfasst. Bisher habe ich hauptsächlich mit der Vorschulgruppe gearbeitet, in der die Kinder 3-4 Jahre alt sind. Meistens sind wir 2 Erzieher und 3 Praktikantinnen, die sich um die Kinder kümmern.
Mein Arbeitstag beginnt um 9.00 Uhr. Bis 10.00 Uhr dürfen die Kinder spielen, danach wird aufgeräumt und der Unterricht beginnt. Normalerwweise schaue ich dabei nur zu und passe auf, dass die Kinder ruhig sind und zuhören und keine anderen Kinder stören.
Um 11.00 Uhr habe ich dann eine Pause für 30 Min. Danach sind die Kinder immer mit irgendwelchen Arbeiten beschäftigt, wobei ich ihnen versuche zu helfen. Um 12.00 Uhr gehe ich dann zu den kleineren Kindern, bringe sie ins Bett und bleibe bei ihnen, bis sie eingeschlafen sind. Dann gehe ich zurück in die Vorschule und verteile das Essen und helfe, falls die Kinder Hilfe benötigen.
Dann werden die Tische gesäubert und die Kinder dürfen wieder spielen.
Nachmittags gibt es dann immer noch besondere Aktionen. In der letzten Woche hatten wir das Thema "Dinosaurier". Da hat jedes Kind seinen Fußabdruck auf ein Stück Salzteig gedrückt. Anschließend wurden die Teigstücke gebacken und von den Erziehern im Sand verscharrt. Später durften die Kinder die “Fossilien” suchen.
Es besteht ein großer Unterschied zu Kindertagesstätten in Deutschland. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Kinder geistig stärker entwickelt sind und bereits zählen können. Sie verfügen über eine gute Allgemeinbildung und lernen bereits im jungen Alter mit alltäglichen Problemen fertig zu werden und haben einen geregelten Tagesablauf.

Ein Bericht von Maria Reichert, Dublin

Unterschied zwischen spanischen und deutschen Alltag


Das ist ein typisches spanisches Gericht namens Paella. Sie besteht aus Reis, Gemüse und oft wird sie auch mit Fisch wie z.B. Muscheln oder Krabben verfeinert.


Erst einmal wünsche ich euch liebe Grüße von den Praktikantinnen aus Sevilla.

Die dritte Woche endet jetzt schon und wir haben uns sehr gut an den spanischen Alltag gewöhnt. Das Leben in Spanien ist auf jeden Fall anders als das in Deutschland.

Zunächst einmal war das Wetter für uns eine große Umstellung, denn im November ist es hier in Spanien jeden Tag sonnig und es sind Temperaturen von 20°C – 27°C. Das hat uns natürlich gefreut, denn wir erleben den November gewöhnlich als kalt und regnerisch in Deutschland. Ein weiterer Unterschied sind auch die Mahlzeiten. Es werden so wie in Deutschland Frühstück, Mittagessen und Abendessen serviert. Doch das Mittagessen und das Abendessen sind warm und umfassen immer Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Anders als in Deutschland ist das Frühstück in Spanien nicht so reichhaltig und wichtig. Es gibt meistens nur ein paar belegte Toasts und dazu ein Glas Orangensaft oder eine Tasse Kaffee. Das Mittagessen wird in Spanien später zu sich genommen als in Deutschland. Wir essen meistens gegen 15 Uhr. Nach dem Mittagessen legen die Spanier eine Siesta ein, die von 15 Uhr- 16 Uhr dauert. In der Zeit haben die kleinen spanischen Läden in der Stadt geschlossen. Für mich kommt die Siesta leider nicht in Frage, da ich um 15:30 Uhr zur Arbeit gehen muss. Die Spanier legen viel Wert auf ein reichhaltiges Abendessen, dass zwischen 21Uhr und 23 Uhr stattfindet. Die Abendmahlzeit ist sehr wichtig für die Spanier, denn da versammelt sich die ganze Familie, um über den Tag zu plaudern und natürlich um zu essen. Gewöhnlich gehen die meisten Spanier nach dem Abendessen am Wochenende auf die sogenannten Fiestas, die erst so um ca. 23 Uhr oder 24 Uhr beginnen. Das ist leider ein Nachteil für uns, denn wir müssen schon um 24 Uhr zuhause sein und können so wiederum das spanische Nachtleben nicht miterleben. Die spanische Begrüßung und Verabschiedung ist natürlich auch ganz anders. Anstatt sich wie in Deutschland die Hand zu geben, gibt man sich ein Küsschen (un besito) links und rechts auf die Wange. Ein weiterer Unterschied, der mir im Alltag aufgefallen ist, dass das Leistungswasser in Spanien gechlort ist. Man kann es zwar trinken, aber es schmeckt nicht besonders. Bekanntlich sind Taxifahrten in Deutschland sehr teuer, doch hier kann man sehr preiswert von A nach B mit einem Taxi fahren.

Mir ist aufgefallen, dass die Spanier sehr kontaktfreudig und humorvoll sind. Sie unterhalten sich gerne mit uns, auch wenn wir die Sprache noch nicht richtig beherrschen.

Ich hoffe, dass ich in der vierten Woche noch weitere Eindrücke und Erfahrungen sammeln kann. Ich wünsche allen noch viel Spaß in der letzten Woche des Praktikums.

¡ Hasta luego!

Stefanie T.?



Mein Arbeitsalltag in Sevilla



Zunächst einmal ein dickes HOLA an alle Leser!

Das Hotel, in dem ich seit zwei Wochen arbeite, ist ein 2- Sterne

Hotel, dass sich zentral in der Umgebung der Altstadt befindet,

so etwa auf halben Weg zwischen Stierkampfarena und

Kathedrale.

Daher ist es bei vielen Geschäftsleuten und Touristen auch sehr

beliebt.

Das Hotel hat 34 Zimmer und arbeitet eng mit dem Hotel Europa zusammen.

Von außen als auch von innen wirkt das Haus jedoch besser als es die offiziell zwei

vergebenen Sterne vermuten lassen.

Mein Arbeitstag beginnt jeden Tag um 9 Uhr.

Zunächst ist es meine Aufgabe, die Daten, die von der Nachtschicht in ein Register

eingegeben wurden, zu überprüfen. Dazu gehört z. B. auch die Kontrolle aller Rechnungen.

Anschließend sehe ich mir zusammen mit einem Arbeitskollegen alle Neuankünfte für den

Tag an.

Danach ist es meine Aufgabe, zu ermitteln, wie viele freie Zimmer wir für den Tag zur Verfügung

haben.

Eine weitere Aufgabe von mir ist es, die neuen Reservierungen in den Computer einzugeben.

Im Laufe des Morgens bereite ich dann die Karten für die Zimmer der neuen Gäste vor.

Wenn diese ankommen muss nämlich schon alles vorbereitet sein, da die Gäste möglicherweise

schon eine lange und anstrengende Reise hinter sich haben und sich ausruhen möchten.

Anschließend zeige ich den Gästen dann ihr Zimmer.

Zudem ist es meine Aufgabe, die Daten aus dem Personalausweis des Gastes an die Polizei

weiterzugeben.

Schließlich könnte es sein, dass ein Gast polizeilich gesucht wird.

Wenn die Gäste wiederum ihren Aufenthalt beenden, bin ich für das „ Auschecken“

verantwortlich.

Das bedeutet, ich muss das Zimmer im Computer wieder als „ frei“ angeben und im Buch

notieren, dass die Gäste gezahlt haben. Wichtig ist dabei die Art der Zahlung, mit Karte

oder als Barzahlung.

Um 14 Uhr endet dann mein Arbeitstag.

Meine Arbeitskollegen an der Rezeption sind mir immer eine große Hilfe.

Wir verstehen uns gut und man könnte mittlerweile auch schon sagen, dass wir ein

„gut eingespieltes Team“ sind.

Das Team der Cafeteria, die sich im Eingangsbereich des Hotels befindet, ist international

bunt gemischt. Von Mitarbeitern aus Bolivien bis hin zu Mitarbeitern aus Rumänien ist alles

dabei.

Diese Tatsache trägt besonders gut zum Arbeitsklima bei, da die Stimmung auf diese Weise

immer sehr gelöst ist.

Auf die nächsten Arbeitstage, die neuen Eindrücke und Erfahrungen bei der Arbeit freue ich mich schon sehr.
Anja K.










Ein Arbeitstag in Wien


Rémi Ferment

Mein Arbeitstag in Wien beginnt mit dem Durchqueren der Haustür Kastnergasse 9 um 10 Minuten nach 6 Uhr. Nach einem kurzen Fußweg steige ich am Elterleinplatz in die „Bim“ (Straßenbahn), fahre zum Schottentor, steige dort in die U-Bahnlinie 2 ein und am Praterstern wieder aus. Nach einigen Minuten warten und einer „Melange-to-go“ (Kaffee) mit Blick auf das berühmte Riesenrad mit den roten Kabinen kommt der Bus, der mich zur Haltestelle Josef-Gall-Gasse bringt. Von da aus sind es nur noch wenige Schritte zur Tischlerei Burgstaller. Mit ca. 50 Minuten Pendelzeit liege ich leicht über dem Wiener Durchschnitt von 45 Minuten.

Um 7:00 ist Arbeitsbeginn in der Tischlerei Burgstaller. Zum Angebot des Betriebes gehört Möbelbau, wobei zum größten Teil europäische Hölzer, wie zum Beispiel Buche, Eiche, Fichte und Nussbaum Verwendung finden. Außerdem bietet die Tischlerei die Montage und Wartung von Fenstern und Türen jeder Art an. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Instandhaltung von so genannten „Altwiener Fenstern“. Diese bestehen aus zwei etwa 20 cm hintereinanderliegenden Holzfenstern, die einzeln nach innen zu öffnen sind. Diese Art der Kastenfenster ist sehr typisch für Wien und prägt das Stadtbild.

Auch heute, am 18. November, gehörte dies zu meinen Aufgaben. Gemeinsam mit einem Gesellen haben wir in einem prunkvollen Altbau eine Balkondoppeltür nach Kastenbauart, welche sich nur noch schwer bewegte und nicht mehr richtig schloss, repariert. Die beiden inneren Flügel hatten sich gegeneinander verzogen und mussten im Falz nachgeschliffen werden. Anschließend haben wir alle Flügeln abgedichtet und alles funktionierte wieder einwandfrei. Dann folgte eine Mittagspause von 45 Minuten.

Nach der Mittagspause habe ich zurück in der Werkstatt Rahmen mit einer Schlitz-Zapfenverbindung hergestellt, aus denen eine Kiste für Späne entstehen soll. Danach habe ich mit einer Druckluftspritzpistole Profilbretter lackiert.


Nach nun fast drei Wochen Arbeiten in Wien, kann ich sagen, dass es eine besondere und sehr interessante Erfahrung für mich ist. Es ist spannend zu sehen, wie hier in Österreich gearbeitet und speziell in Wien trotz Hektik einer Großstadt, dank Wiener Gelassenheit, sehr gute Arbeit geleistet wird.


Auf dem ersten Foto ist der Altbau mit der Balkontür zu sehen. Er befindet sich im 18. Bezirk und wurde 1904 erbaut.

Auf dem zweiten Foto bin ich beim Putzen (Holzoberfläche mit Hobel und Schleifpapier glätten) der Rahemstücke für die Kiste zu sehen.